Hinter den Kulissen bereitet sich die Kunsthalle Mannheim mit dem Aufbau der Ausstellung „Anselm Kiefer“ auf ein Ende der Schließzeit vor „Ich hatte mich gefreut, dass wir die Ausstellung mit den Besucher*innen teilen können“, bedauert Johan Holten, Direktor der Kunsthalle Mannheim. Am kommenden Freitag hätte die große Herbstausstellung „Anselm Kiefer“ für das Publikum öffnen sollen, „ein Großprojekt, auf das das Team seit Monaten hinarbeitet, so Holten. „Jetzt muss es aber höchste Priorität haben, die Pandemie unter Kontrolle zu bekommen.“ Obwohl das Museum für den Besucherverkehr vorerst geschlossen bleiben muss, geht die Vorbereitung hinter den Kulissen weiter. Der Aufbau ist eine große Herausforderung, die perfekte Vorbereitung und spezielle Werkzeuge für die Montage der schweren Objekte erfordert. Die Ausstellung musste mit einem externen Arthandling Team aufgebaut werden. „Das hat auch konservatorische Gründe“, erklärt Kurator Dr. Sebastian Baden, „denn die Mannschaft von Hasenkamp hat langjährige Erfahrung in der engen Zusammenarbeit mit dem Atelier von Anselm Kiefer und kennt viele Werke aus der Sammlung Grothe schon seit deren Entstehung.“ Um die 17 großen Skulpturen und Gemälde Kiefers zeigen zu können, die bis zu 10 Meter Höhe oder 8 Meter Breite messen, wurden in den Ausstellungsräumen der Kunsthalle alle mobilen Zwischenwände herausgenommen. „Wir können endlich einmal die gesamte Dimension des Neubaus ausspielen“, freut sich Sebastian Baden. Die Installation „Palmsonntag“ etwa ist über 20 Meter lang und besteht aus 30 verglasten Eisenvitrinen und einer echten Palme mitsamt Wurzelballen. Bevor die Palme ihren Platz im Raum einnehmen konnte, mussten die Bilder mit einem speziellen Spinnenkran, Glassauger und Hebebühne an den Wänden des Ausstellungsraumes angebracht werden. „Kiefers Werke sind sehr schwer und meistens groß, aber auch filigran und man setzt sie aus zerlegbaren Elementen zusammen“, erklärt Sebastian Baden. „Solche Gemälde, mit applizierten Objekten, wie zum Beispiel die Sonnenblumen auf dem Bleibomber von „Die große Fracht“, müssen mit größter Sorgfalt installiert werden.“ Die Ausstellung steht nun in den Startlöchern für eine baldige Öffnung. „Ich hoffe, dass die Schutzmaßnahmen über die nächsten Wochen auch Wirkung zeigen und wir bald zwischen den großartigen Werken von Anselm Kiefer zusammenkommen können“, wünscht sich auch Direktor Johan Holten. Die Kunsthalle Mannheim würdigt den berühmten Künstler Anselm Kiefer in einer großen Sonderausstellung, die über vier Räume und zwei Etagen hinweg Skulpturen und Gemälde aus 30 Jahren zusammenträgt. Die Ausstellung verbindet drei entscheidende Werkgruppen miteinander: Von frühen Arbeiten wie „Volkszählung (Leviathan)“ (1987-89) über die 14 Meter große Installation „Palmsonntag“ (2007) bis zu der raumgreifenden Skulptur „Der verlorene Buchstabe“ (2011-2017), die beide zum ersten Mal in Deutschland ausgestellt sind, werden monumentale Bilder und Skulpturen präsentiert. Durch die großen, offenen Räume des 2018 eröffneten Neubaus der Kunsthalle können die zum Teil überdimensionalen Arbeiten Kiefers ihre volle Wirkungskraft entfalten.
Noch zwei Wochen (bis 1.11.20) zeigen wir die Ausstellung „FAKE & FICTION - Barbara Hindahl“ in der Kunsthalle Mannheim. Die abstrakt anmutenden Gebilde, die sich scheinbar chaotisch und doch kunstvoll über Barbara Hindahls Arbeiten bewegen, verführen dazu, genau hinzusehen. Die Mannheimer Künstlerin überrascht den Betrachter mit Spuren des Alltags, die sonst übersehen werden. Staubflusen etwa untersucht sie akribisch und zeichnet sie hyperrealistisch auf großformatige Blätter. Andere Werke zeigen Geister. Wir haben sie gefragt, wie es zum Interesse an diesen beiden Themen kam.Was interessiert Sie an einem eigentlich so negativ besetzten Thema wie Staub?Es interessieren mich immer Orte und Gegenstände, die von der allgemeinen Wertung unter den Tisch fallen. Und hier geht es los mit meinem Interesse an Staub. Staub ist extrem fein und auf einem sehr großen Blatt von 1,50 auf 2,0 Meter sieht eine kleine Staubansammlung unglaublich verloren aus. Auf der weißen Fläche ist zunächst nicht ersichtlich, was für eine Beziehung der Staub dazu einnimmt. Staub lässt sich nicht komponieren. Ich gebe ihn minutiös wieder und finde gerade den Prozess so spannend, wie er sich selbst verteilt. Windstöße, Erschütterungen, eigener Atem oder ein Luftzug beim Vorbeigehen verändern dabei die Lage des Staubs. Dabei verbreiten sich schwerere Teile weniger als Leichte und ein weitgefächertes Repertoire an Verteilungen entsteht. Ein negativ belegtes und als lästig empfundenes Material erscheint also in anderem Zusammenhang als ein Medium der extremen Feinheit und Sensibilität. Die Schönheit des Staubs entwickelt Poesie. Diese Diskrepanz interessiert mich schon sehr lange in ganz unterschiedlichen Arbeiten. Der menschliche Geist ist immer bestrebt, Dinge zu beseelen und auch zu idealisieren. Da liegt die Verbindung von meinen Zeichnungen zum Universum und stellaren Konstellationen nahe. Wiederholt wurde ich auch schon gefragt, ob es sich um interstellaren Staub handelt – die Grundlage allen Seins.Woher kommt der Staub für Ihre Zeichnungen? Tatsächlich kommt der Staub aus meiner Küche, aus meinem Atelier, von anderen Orten, an denen ich mich länger aufhalte z. B. einer ehemaligen Stofffärbefabrik in Itu, São Paulo und aus den Wohnungen von Freund*innen und Kolleg*innen. Als ich mir einmal aus der Schweiz den Staub unter dem Sofa eines Freundes habe schicken lassen, habe ich klugerweise die verschiedenen Schichten, die um das Schächtelchen mit dem Staub gewickelt waren, beim Auspacken fotografiert. So war gewährleistet, dass ich keinen Staub verlor. Als ich diese Fotos meinem Freund schickte, sagte er, dass Staub fehle. Der Schweizer Zoll ist eben sehr streng (lacht). Gott sei Dank hatte mein Freund auf einem Zettel im Paket darauf hingewiesen, dass es sich um ein Kunstobjekt handelt.Sie zeichnen mit Staub eigentlich Trompe l´oeils. Warum ist das heute noch angesagt? Das ist eine sehr gute Frage. Mich interessiert die kleine Diskrepanz zwischen dem, was es vorgibt zu sein und dem, was es wirklich ist – es, das Dargestellte, das Repräsentierte.In Verbindung mit den Sujets, die eigentlich nicht darstellungswürdig sind, sind der Aufwand an Zeit und auch die Akribie eine Wertschätzung der Sujets. Akribisch zeichne ich die Lagen der Staubkörner und größere Brösel. So geht diese flüchtige Verteilung nicht verloren und setzt in einer völlig anderen Welt feinste Wahrnehmungen und Überlegungen in Gang.Sie zeichnen nicht nur Staub, sondern auch Geisterwelten – aber gibt es überhaupt Geister und was reizt Sie an diesem Thema?Zumindest weiß man nicht, dass es keine Geister gibt (lacht). Das Nicht-Wissen reizt mich also an dem Thema. Es ist wieder eine Schnittstelle zwischen dem, was man glaubt und dem, was man weiß. Glauben heißt nicht wissen. Es gibt Leute, die glauben eben an Geister, andere tun es wieder nicht – beides ist nicht bewiesen. Die Geisterdarstellung hat mit der Erfindung der Fotografie Einzug erhalten. Das sind auch meine Quelle, denn ich zeichne viele meiner Geisterdarstellungen nach Fotos. Meine Zeichnungen sind dabei sehr offen und frei gezeichnet. Zum Teil lösen sich die Zeichnungen formal auf. Die Reduktion der Darstellung – also weg von der Dingwelt – schafft den Geist. Für den Betrachter ist es die Möglichkeit, Nichtfassbarkeit zuzulassen und in das Reich des Ungreifbaren einzutauchen.
„Ein Großteil des Unrechts ist auch heute noch längst nicht aufgearbeitet“, erklärt Dr. Mathias Listl und zielt damit auf die Aufklärung der Kunstraube ab, die zur Zeit des NS-Regimes begangen wurden. Diese Erforschung der Herkunft, der Provenienz eines Kunstwerks, fällt in die kunsthistorische Dis-ziplin der Provenienzforschung. Der Kunsthistoriker Listl erforschte für die Kunsthalle Mannheim die eigenen Sammlungsbestände nach sogenannter Raubkunst. Die Ergebnisse dieser Recherchen sind noch bis zum 31. Ja-nuar 2021 in der Ausstellung „(Wieder-)Entdecken – Die Kunsthalle 1933 bis 1945 und die Folgen“ zu sehen. Zu diesem Anlass nimmt die Kunsthalle das Thema Provenienzforschung in einer dreiteiligen Vortragsreihe in den Blick.Den wahrscheinlich prominentesten Fall von aufgedeckter Raubkunst, den Skandal um den Kunsthändler Hildebrand Gurlitt, thematisiert Dr. Meike Hoffmann am 27. September. Die Projektkoordinatorin der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ gewährt in ihrem Vortrag Einblick in die Spurensuche nach Gurlitts Rolle im NS-Kunsthandel und seinen Netzwerken, die bis ins besetzte Paris im Jahr 1941 führen, an das Deutsche Institut in Paris. Was Provenienzforschung überhaupt bedeutet und warum diese Aufgabe für Mu-seen von so großer Bedeutung ist, veranschaulicht Mathias Listl am 25. Ok-tober. Zum Abschluss der Reihe und der Präsentation „(Wieder)-Entde-cken“, geht Prof. Dr. Christoph Zuschlag der Uni Bonn auf die fast 600 1937 in Mannheim als „entartete Kunst“ beschlagnahmten Kunstwerke ein, be-sonders auf das Gemälde „Die Prise (Der Rabbiner)“ von Marc Chagall. Denn gerade dieses Werk, das sich heute in der Sammlung des Kunstmu-seum Basel befindet, wurde von der nationalsozialistischen Hetzkampagne besonders stark angefeindet.Die Präsentation „(Wieder-)Entdecken – Die Kunsthalle 1933 bis 1945 und die Folgen“ wurde am 1. Juni 2018 eröffnet und ist noch bis zum 31. Januar 2021 zu sehen. Die Schau veranschaulicht die Auswirkungen, die die Zeit des Nationalsozialismus bis heute auf die Kunsthalle, ihre Sammlung sowie auf die mit dem Museum verbundenen Menschen hat. Ein Fokus liegt auf dem dauerhaften Verlust von über 500 Werken, den das Museum 1937 im Zuge der Beschlagnahmungen „entarteter Kunst“ erlitten hat. Deutlich wird aber auch, dass die Kunsthalle Mannheim nicht ausschließlich als Opfer zu begreifen ist. In der Ausstellung wird mit den „Kulturbolschewistischen Bil-dern“ gleichzeitig auch der Blick auf jene 1933 von der Kunsthalle Mann-heim durchgeführte Propaganda-Ausstellung gelenkt, die am Anfang der nationalsozialistischen Hetzkampagnen gegen die moderne Avantgarde steht.
Neuneinhalb Meter hoch und fast drei Tonnen schwer, dominiert das Werk „Sefiroth“ das Atrium der Kunsthalle Mannheim. Eine zerklüftete Landschaft – bestehend aus dick aufgetragenen Farbschichten, Erde, Blei und Steinen, die an Metalldrähten über der Fläche schweben – bildet einen dunklen Kontrast zu dem sonst lichtdurchfluteten, weißen Raum. Der Künstler hinter diesem kolossalen Werk ist Anselm Kiefer. Ab 13. November würdigt die Kunsthalle den berühmten Künstler in einer großen Sonderausstellung, die über vier Räume und zwei Etagen hinweg Skulpturen und Gemälde aus 30 Jahren zusammenträgt. Meisterwerke aus drei SchaffensphasenDie Ausstellung verbindet drei entscheidende Werkgruppen miteinander: Von frühen Arbeiten wie „Die Große Fracht“ (1981/1996) mit appliziertem Bleiflugzeug über die 14 Meter große Installation „Palmsonntag“ (2007), die zum ersten Mal in Deutschland gezeigt wird, bis zu der raumgreifenden Skulptur „Der verlorene Buchstabe“ (2011-2017) werden monumentale Bilder und Skulpturen präsentiert. Durch die großen, offenen Räume des 2018 eröffneten Neubaus der Kunsthalle können die zum Teil überdimensionalen Arbeiten Kiefers ihre volle Wirkungskraft entfalten.Nicht nur durch ihre reine Größe, auch durch ihre haptische Materialität – die Lieblingswerkstoffe des Künstlers sind Asche und Blei – sind die Werke von Anselm Kiefer überwältigend. Seine in aufwändigen Arbeitsprozessen entstehenden Skulpturen und Gemälde setzt Anselm Kiefer zusätzlich den Elementen, wie Wind, Wasser und Feuer oder sogar der Elektrolyse aus, sodass die Patina der Natur auf den Werkoberflächen sichtbar wird.Anselm Kiefer (*1945) erlangte große Bekanntheit, indem er die Tabus der deutschen Nachkriegszeit offensiv anging. Seit seinem Umzug nach Frankreich 1993, wo er bis heute lebt und arbeitet, widmet er sich verstärkt der Verbindung von jüdischer und christlicher Religion, den Mythen und mystischen Lehren der Weltkulturen sowie den Medien der Erinnerungskultur. Gott und StaatIn seinen frühen, den internationalen Erfolg prägenden Jahren, lebte Anselm Kiefer in Buchen und Höpfingen im Odenwald. In dieser Frühphase zwischen 1971 bis 1993 schuf er in seinen Ateliers Werke wie „Lilith“, „Shebirat Ha Kelim“, „Die Große Fracht“ oder „Leviathan (Volkszählung)“, bevor er dauerhaft nach Frankreich übersiedelte. Die Kunstwerke dieser Konstellation bilden das erste Kapitel der Ausstellung. Die Werke thematisieren neben der schweren Materialität – Blei wird hier neben organischen Objekten wie Pflanzen auf dem Bild befestigt – Motive des Alten Testaments und der jüdisch-christlichen Kulturgeschichte. Außerdem markiert die Installation „Volkszählung (Leviathan)“ aus einem drei Tonnen schweren Stahlcontainer mit Bleifahnen und darin eingepressten Erbsen Kiefers kritische Haltung gegenüber dem Kontrollanspruch des deutschen Staates, dessen Verwaltung 1987 eine Volkszählung anordnete, der sich der Künstler zusammen mit einer landesweiten Protestbewegung widersetzte. Mann und FrauIm zweiten Raum der Ausstellung sind Werke mit Bezug zum Geschlechterverhältnis präsentiert. Das Bild „Am Anfang“ zeigt den weiten Blick auf die Brandung einer rauen See. Davor hängt in der Mitte eine schmale Leiter, in die kleine Schwarzweißfotos eingearbeitet sind. Auf den Fotos, die vom Künstler selbst stammen, sind Landschaften mit Türmen zu sehen. Es handelt sich dabei um Anselm Kiefers „Himmelspaläste“, Turmskulpturen im französischen Barjac, wo er bis 2008 auf einem drei Hektar großen Areal arbeitete. Das Werk verbindet die Schöpfungsgeschichte mit der Idee einer Beziehung zwischen Himmel und Erde. Die Leiter, die den Bildraum teilt, erinnert außerdem daran, wie Flucht und Vertreibung seit jeher das Schicksal der Menschheit und besonders das Judentum prägen. Dazu stehen die beiden Skulpturen aus der Werkgruppe „Frauen der Antike“ passend als Zeichen der Selbstermächtigung und Weisheit im Raum. Mit dem Bleibuchobjekt „20 Jahre Einsamkeit“ bezieht sich Kiefer auf eigene Sehnsüchte und nimmt das Motiv des Buches als Behältnis für das Konzept von kultureller Überlieferung. Tod und StilleIm dritten Raum ist die raumgreifende Installation „Palmsonntag“ zusammen mit zwei großformatigen Gemälden präsentiert. Kiefer spannt damit erneut den Bogen vom Alten ins Neue Testament und rückt damit die kulturhistorische Macht jenes Moments in den Ausstellungsraum, als laut Überlieferung Jesus in Jerusalem einreitet. Die Palme liegt als Ganzes quer im Raum und ist umgeben von einem Bilderfries aus getrockneten und mit Gips überarbeiteten Pflanzenteilen. Die Installation des Baumes erinnert zugleich an das liegende Kreuz und damit an die Idee der Auferstehung. Auch in „Hortus Conclusus“ hat sich Kiefer getrockneter Pflanzen als Material bedient. Die Arbeit steht für einen Ort der Stille, ein Nachdenken über die Sinnhaftigkeit des Lebens. Das Werk steht in Bezug zu „Schwarze Flocken“, mit dem der Künstler Paul Celan würdigt. Der jüdische Dichter hat in seinem Werk den Holocaust zu einem zentralen Thema gemacht, weshalb er auf die künstlerische Arbeit von Anselm Kiefer besonders großen Einfluss genommen hat. Himmel und ErdeÜber die Sonderausstellung hinaus sind in den hohen Räumen des zweiten Obergeschosses der Kunsthalle zwei Gemälde und eine raumhohe Skulptur zu sehen, die für die Geschichte der Menschheit und ihrer Überlieferung über Schrift und Bücher stehen. Bleibücher und mit Harz konservierte Sonnenblumen bilden die Arbeit „Der verlorene Buchstabe“. Das Werk ist der Kunst des Buchdrucks gewidmet. Demgegenüber stellt Kiefer mit „Der fruchtbare Halbmond“ einen weiteren Bezug zum Ursprung der menschlichen Zivilisation her. Dazu kommt „Jaipur“: Der Werktitel ist von der Hauptstadt der indischen Region Rajashtan inspiriert, während das Bild ein weit verzweigtes Sternenbild am Himmel des Universums zeigt. In diesem Raum des Museums werden permanent Werke aus der Kiefer-Sammlung Grothe in der Kunsthalle Mannheim gezeigt. Die Sammlung GrotheAlle Werke der Sonderausstellung stammen aus der Sammlung des im Mai 2019 verstorbenen Hans Grothe, der eine der weltweit größten Sammlungen mit Werken von Anselm Kiefer zusammengetragen hat.
Wo findet man einen Leguan im Museum? Mit dem neuen digitalen Spiel „memo“ der Kunsthalle Mannheim werden Kinder und Jugendliche mithilfe von Augmented-Reality-Technik auf einen analog-digitalen Erlebnisparcour durch das Museum geschickt. Mit dem Handy oder Tablet lernen sie Meisterwerke der Sammlung, von Max Beckmann bis Ferdinand Hodler, spielerisch kennen. Die App richtet sich an Kinder und Jugendliche ab acht Jahren und ist ab Mittwoch, den 21. Oktober, kostenfrei erhältlich. Eingebettet in eine Abenteuergeschichte um die fiktiven Charaktere Lithy und Thalia, führt das Spiel entlang eines Parcours mit ausgewählten Kunstwerken der Sammlung. Diese werden als „tableaux vivants“, sogenannte „lebende Bilder“, digital nachgestellt. Die freien Adaptionen im Manga-Stil werden durch Augmented-Reality-Technologie erst vor den Originalen sichtbar. So wird zum Beispiel aus dem weißen Hund in Fritz Burmanns Gemälde „Der alte Mann mit seinem Hund“ schon mal ein grüner Leguan. Kurze Bildbeschreibungen helfen den Kindern und Jugendlichen dabei, das Originalwerk besser zu verstehen. Wer ein Geschicklichkeitsspiel löst, kann aus jedem Werk Objekte digital herauslösen, einsammeln und damit einen eigenen Avatar ausstatten, der dreidimensional projiziert werden kann. Aus Max Beckmanns „Fastnacht“ wird z.B. eine virtuelle Comic-Figur, dessen Kleidung, ein Paar Tanzschuhe, eingesammelt werden können. Auf spielerische Weise werden so der Blick für das Original und die Interpretation geschärft und die Kinder zu einem Streifzug durch die Kunsthalle Mannheim motiviert. Das Spiel „memo“ kann über den Play- oder Apple-Store kostenlos heruntergeladen werden. Wer möchte, erhält auch ein Leihgerät in der Kunsthalle. Gegen eine Schutzgebühr ist außerdem ein Postkartenset mit allen elf Meisterwerken, sowie Bildbeschreibungen und Avatarmarkern für zuhause erhältlich. Die AR-App „memo“ wurde von der Kunsthalle Mannheim gemeinsam mit den Digitalpartnern Klangerfinder GmbH & Co KG und Glam Games Gbr mit freundlicher Unterstützung der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH und MFG Baden-Württemberg mbH entwickelt. Kosten: kostenlos im Play- oder Apple-Store downloadbar, Leihgeräte sind in der Kunsthalle erhältlich.
Die Kunsthalle Mannheim blickt im kommenden Ausstellungsjahr zwei Höhepunkten entgegen. Im März widmet das Museum dem belgischen Maler und Zeichner James Ensor eine Sonderausstellung. Mit seinen surrealen, skurrilen Masken- und Skelettbildern hielt Ensor der Gesellschaft seiner Zeit den Spiegel vor. Sein Werk nimmt aber auch in der Geschichte der Kunsthalle einen besonderen Platz ein. Mit „MUTTER!“ folgt im Juli eine große internationale Ausstellung in Kooperation mit dem dänischen Louisiana Museum of Modern Art. Werke bedeutender Künstler*innen – von Paula Modersohn-Becker bis Louise Bourgeois – zeigen die vielfältigen Facetten der Mutterschaft.James Ensor (5. März – 4. Juli 2021)Das Werk des belgischen Künstlers James Ensor (1860-1949), der berühmte „Maler der Masken“, ist tief in der Geschichte der Kunsthalle Mannheim verwurzelt. Bereits 1928 wurde der Maler dort in einer Einzelausstellung als bedeutender zeitgenössischer Ausnahmekünstler gefeiert. Nun widmet die Kunsthalle James Ensor erneut eine große Ausstellung, in deren Zentrum das Schicksal eines Bildes steht, das einst zur Sammlung des Museums gehörte: Das Gemälde „Der Tod und die Masken“ wurde 1937 von den Nationalsozialisten als „entartet“ beschlagnahmt und befindet sich heute im Musee des Beaux-Arts Lüttich. Anlässlich der Ausstellung kehrt es temporär nach Mannheim zurück. In den 1950er Jahren wurde als Ersatz für das verlorene Bild das Gemälde „Der tote Hahn“ erworben, das beispielhaft für Ensors Stillleben steht, die einen wichtigen Stellenwert in seinem Schaffen beanspruchen. Als Bild im Bild taucht es in Ensors zentralem „Das malende Skelett“ auf. Um diese drei Bilder gruppieren sich weitere internationale Leihgaben zum Motivkreis Selbstbildnis–Maske–Tod–Stillleben, die zeigen, wie eng verflochten diese Thematik in Ensors Schaffen war. Ergänzt wird die Schau durch den umfangreichen Grafikbestand des Künstlers in der Kunsthalle, darunter„Scènes de la vie du Christ“ und „La Gamme d‘ Amour“. Insgesamt werden über 60 Gemälde, 120 Arbeiten auf Papier sowie einige Masken aus Ensors Besitz zu sehen sein.MUTTER! (02. Juli - 07. November 2021)Ob liebevoll oder distanziert, nah oder fern, lebendig oder tot – sie bleibt immer Ursprung und existentieller Beginn des menschlichen Lebens: Die Mutter. Kaum ein Begriff, ein Konzept, provoziert vielfältigere Assoziationen, Empfindungen und Rollenklischees. Mit dem internationalen Ausstellungsprojekt „MUTTER!“ zeigt die Kunsthalle Mannheim in Kooperation mit dem dänischen Louisiana Museum of Modern Art, wie die veränderte Wahrnehmung von Mutterschaft in der Kunst - von Alten Meistern, über Werke der Klassischen Moderne von Egon Schiele, Pablo Picasso und Paula Modersohn-Becker bis hin zu Louise Bourgeois, Yoko Ono und Rineke Dijkstra, konzentriert sich die Schau auf eine Zeit, in der die feministische Bewegung die traditionelle Rolle der Frau in Frage stellt. Vom 20. Jahrhundert mit der Erfindung der Antibabypille und der legalisierten Abtreibung bis hin zu heutigen Rollenkonzepten zwischen biotechnologischen Möglichkeiten und queeren Familienstrukturen, wird das Bild der Mutter im Hinblick auf kulturelle Erwartungen und Normen untersucht. In der Ausstellung treffen zeitgenössische Kunst, historische Werke, Film und Literatur sowie Artefakte aus der Welt der Wissenschaft und der Populärkultur aufeinander, um das facettenreiche Thema der Mutterschaft zu erzählen.Anselm Kiefer (noch bis 6. Juni 2021)Auch „Anselm Kiefer“ ist 2021 noch bis zum 6. Juni zu sehen. Die Kunsthalle Mannheim widmet damit einem der bekanntesten deutschen Künstlern der Nachkriegszeit eine Sonderausstellung.
„Es gibt überhaupt keine Kunst es gibt nur Leben. Und das ist einzig und allein alles. Nichts anderes.“ Im Werk von Michael Buthe sind Kunst und Leben ein untrennbares Ganzes. In 31 Tagebüchern, die zwischen 1963 und 1994 entstanden, verflechten sich persönliche Erinnerungen mit Zeichnungen und farbprächtigen Collagen, die nun in der Kunsthalle Mannheim gezeigt werden. In Michael Buthes Tagebüchern entdeckt man anfänglich noch minimalistische Zeichnungen, die aber zunehmend von einer prächtigen Farbwelt verdrängt werden. Ab 1970 unternimmt der Künstler Reisen in den Orient und spätestens nach seinem längeren Aufenthalt in Marokko verändern sich Stil und Schaffensweise grundlegend. Collagen aus Zeichnung, Malerei, eingeklebten Alltagsgegenständen und Materialien besetzen die Fläche. Buthe verwendet alle erdenklichen, meist vom Alltag gezeichneten Materialien, die er mit Ornamenten, Texten und vor allem mit bunten, leuchtenden Farben zusammenfügt. Dabei integriert er sonst als kitschig empfundene Symbole wie Sterne, Herzen, Spiralen oder Glitzerfolien mit einer solchen Selbstverständlichkeit in seine Werke, dass diese als Ausdruck von Lebensfreude einen absolut schlüssigen Platz einnehmen. Selbst auf den übergroßen Formaten einiger Tagebücher reicht Buthe der zur Verfügung stehende Platz nicht aus. So stückelt er an, schafft in alle Richtungen mehrfach ausklappbare Seiten, mit deren Hilfe die Bildwelten in den Raum weiterwachsen. Vier Mal nimmt Michael Buthe an der documenta in Kassel teil, 1984 wird sein Werk im Deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig präsentiert. Es gibt wenige Künstler, die sich so selbstverständlich und unbefangen zwischen den zeitgenössischen Stilrichtungen von Cobra, Zero, dem Informel, dem L´Art Brut und der Performance-Kunst bewegen, sich ihrer bedienen und sie mit orientalischem und persönlichem Alltag anreichern.
Wie auf dem Seziertisch arrangiert, erscheinen die zerschnittenen und verarbeiteten Teile exotischer Meerestiere wie Naturstudien. Die Faszination für andersartige Objekte und fremdartige Tiere bestimmt das Werk der französischen Keramik-Künstlerin Elsa Guillaume (*1989). Die Kunsthalle Mannheim präsentiert nun erstmals ihr Werk in Deutschland. Als Vorlage für ihre Keramiken und Porzellanfiguren verwendet Guillaume verschiedene Formen von maritimen Lebewesen. Hierbei entstehen sowohl realistische Fassungen von zahlreichen Fischarten, aber auch Fantasiewesen aus fremden Welten. Die kühlen und fein gearbeiteten Objekte bilden einen faszinierenden Kontrast zu den realen weichen Oberflächen ihrer organischen Modelle. Die Künstlerin selbst ist viel auf Reisen und hält ihre Eindrücke in reich illustrierten Tagebüchern fest. Sie erinnern an Reiseberichte der Barockzeit mit Überlieferungen von exotischen Wesen und Bräuchen aus aller Welt, in der akribische Dokumentation auf pure Fantasie trifft. Elsa Guillaume dokumentiert aber nicht nur. Sie hinterfragt in ihren Arbeiten den eigenen Konsum exotischer Güter im Alltag und die steigende Nachfrage nach Fisch und Meeresfrüchten, die auch schwere klimapolitische Folgen nach sich zieht. Zudem regt sie die Besucher*innen dazu an, den Umgang mit den für uns alltäglichen Nahrungsmitteln zu reflektieren.
Was macht Freundschaft und was macht Solidarität aus? Besonders in Zeiten, in denen Nähe häufig nur auf Distanz möglich ist, werden diese Fragen wichtiger denn je. In der „Akademie für jedermann* am Sonntag, den 20. September, in der Kunsthalle Mannheim, steht das Thema Freundschaft im Mittelpunkt eines abwechslungsreichen Programms aus Gesprächen, Workshops, Vorträgen, Musik und Kunst.Bürger*innen, Mitglieder von Vereinen und Initiativen der vielfältigen Mannheimer Stadtgesellschaft sowie geladene Referent*innen sind an diesem Tag von 11 bis 17 Uhr zum offenen Dialog eingeladen. Auch Johan Holten, Direktor der Kunsthalle, und Christian Holtzhauer, Schauspielintendant am Nationaltheater Mannheim, stehen Rede und Antwort, wenn es um die Frage geht, wie man kritisch und trotzdem befreundet sein kann. Mit dem Format „Akademie für jedermann*“ möchte die Kunsthalle einen stärkeren Austausch mit der vielfältigen Mannheimer Stadtgesellschaft fördern. Zu diesem Ziel initiierte das Museum zusammen mit dem Nationaltheater den neuen Arbeitskreis „Critical Friends“. Im engen Dialog mit Mannheimer Vereinen und Interkulturellen Communities werden in regelmäßigen Treffen die Programmplanung der Kulturinstitutionen kritisch reflektiert und Grundlagen für die Zusammenarbeit geschaffen. Unter dem Motto „Kunst für alle“ rief Fritz Wichert, Gründungsdirektor der Kunsthalle, bereits 1911 den innovativen Kulturtreffpunkt „Akademie für jedermann“ ins Leben. Über 100 Jahre später greift die Kunsthalle dieses Gründungsmotto auf und lädt schon zum zweiten Mal zur „Akademie für jedermann*“ ein. 2019 feierte das Format unter dem Motto „Wer ist eigentlich Jedermann*?“ Premiere.AUF EINEN BLICKProgrammPlus:Sonntag, 20.09.20, 11 bis 17 UhrAkademie für Jedermann*: Was ist Freundschaft?Kosten: Eintritt frei (im Atrium)Wir bitten um Verständnis, dass nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung steht. Die Anmeldung ist nur am Veranstaltungstag vor Ort möglich.ProgrammWAS IST FREUNDSCHAFT?11 bis 11.15 Uhr Begrüßung: Können wir Freunde werden?11.15 bis 11.30 Uhr Einsingen: Offenes Chorsingen mit der Mannheimer Liedertafel e.V. (unter freiem Himmel auf dem Skulpturenplatz, bei Regen „innerliches Einsingen“ im Atrium)11.30 bis 12.30 Uhr Solidarität, die Zukunft einer großen Idee – Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Heinz Bude, Uni Kassel12.30 bis 13 Uhr Zirkeltraining „Freundschaft!“ - Eine aktive Pause mit echten FreundschaftsanfragenWAS KÖNNEN FREUNDSCHAFT UND KUNST VONEINANDER LERNEN?13 bis 13.30 Uhr „Wahre Netz/Freundschaft" - Impulsvortrag von PD Dr. Anna-Katharina Gisbertz, Uni Mannheim, mit Diskussion13.30 bis 14.15 Uhr Was ist Freundschaft? Die Mannheimer Stadtgesellschaft gibt Antwort14.15 bis 17 Uhr Kunstworkshop zum Reinschauen für Kinder und Jugendliche, vom Ethno Art Club des Interkulturellen Hauses und der Kunsthalle Mannheim14.15 bis 15.45 Uhr Gespräche in der Sammlung - Was können Freundschaft und Kunst voneinander lernen? Nähe und Liebe, Zusammenarbeit und Solidarität, Auseinandersetzung und Kritik sowie „shared reading“: Freundschaft lesen15.45 bis 16 Uhr Aktive Pause mit der musikalischen Freundschaft „Faltenrock”WIE KÖNNEN WIR KRITISCH UND TROTZDEM FREUNDE SEIN?16 bis 16.30 Uhr Christian Holtzhauer, Intendant Schauspiel am Nationaltheater Mannheim und Johan Holten stehen Rede und Antwort: Wie können wir kritisch und trotzdem Freunde sein?16.30 bis 17 Uhr Abgesang: Frauen-Kammerchor Carré Chanté: „Lasst uns Freunde bleiben!” Gefördert durch das Impulsprogramm „Kultur Sommer 2020“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Provenienzforschung – Was ist das?Abgeleitet vom lateinischen Verb provenire (abstammen, herkommen) versteht man unter Provenienzforschung die Lehre von der Herkunft der Kunstwerke. Die Disziplin untersucht also die Besitzerwechsel, die ein Kunstwerk im Laufe seines Bestehens durchlaufen hat. Die heutige Provenienzforschung geht aber noch einen Schritt weiter. Sie interessiert sich vor allem dafür, ob das jeweils untersuchte Objekt aus einem „Unrechtskontext“ stammt. D. h. sie versucht zu klären, ob ein Kunstwerk einem Vorbesitzer innerhalb eines politischen Unrechtssystem geraubt wurde oder ob es dieser unter Zwang verkaufen musste.Der NS-Kunstraub – Hauptaufgabe der Forscher weltweitZu diesen Unrechtssystemen, deren Folgen heute von der Provenienzforschung aufzuklären sind, zählt etwa der europäische Kolonialismus. Aber auch der Kunstraub, den die DDR an ihren eigenen Bürgern beging, rückt seit einigen Jahren immer stärker in den Fokus der Disziplin. Ein Großteil der Provenienzforscher konzentriert sich heute aber vor allem auf den Bereich der sog. NS-Raubkunst. Denn nach wie vor gilt es, Kunstwerke zu identifizieren, die vom NS-Staat aus politischen, religiösen oder ideologischen Gründen Verfolgten zwischen 1933 und 1945 geraubt wurden oder die diese damals unter Zwang aufgeben mussten. Aufklärung und Restitution – heute aktueller denn je Denn auch wenn sich dieser Kunstraub bereits vor mindestens 75 Jahren abgespielt hat, ist ein Großteil des Unrechts auch heute noch längst nicht aufgearbeitet. Zwar haben die westlichen Alliierten, vor allem die Amerikaner, in den ersten Jahrzehnten nach 1945 viel für die Klärung offener Besitzfragen getan. Danach machten aber vor allem abgelaufene Meldefristen eine Rückgabe an die rechtmäßigen Vorbesitzer fast unmöglich.Dass unter die Restitution, also die Rückgabe, von NS-Raubkunst kein zeitlicher Schlussstrich zu ziehen ist, hat sich erst in den 1990er-Jahren durchgesetzt. In den Washington Principles haben sich 1998 über 40 Nationalstaaten dazu verpflichtet, NS-Raubkunst aus staatlichem Besitz zu identifizieren und ihren rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben.Provenienzforschung an der KunsthalleNicht zuletzt hat auch die Bundesrepublik Deutschland seitdem viel unternommen, um NS-Raubkunst in öffentlichen Sammlungen ausfindig zu machen. Zwischen 2011 und 2018 konnte etwa auch die Kunsthalle Mannheim mit Hilfe staatlicher Förderung die eigenen Bestände eingehend danach untersuchen. Das Vorgehen wie auch die Ergebnisse dieser Recherchen ist wiederum Thema der noch bis zum 31. Januar 2021 laufenden Ausstellung (Wieder-)Entdecken – Die Kunsthalle 1933 bis 1945 und die Folgen (Kurator: Dr. Mathias Listl).Zur Ausstellung findet ein umfangreiches Vortragsprogramm statt. Termine und weitere Informationen finden Sie hier.
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