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Nur Balance, Kraft und Gegengewicht halten die Plastiken von Gunter Frentzel zusammen, Konstruktionen aus industriell gefertigten Eisenstäben, – bändern und unbehandeltem Stein. Gleichgewicht spielt ebenfalls eine zentrale Rolle bei der gemeinsamen Yogapraxis am Samstag, den 25. Januar um 10 Uhr in der Kunsthalle Mannheim.Nach einer Einführung in Gunter Frentzels Werk „50 geschichtete Stahlstäbe“ von 2010 diskutiert Dörte Ilsabe Dennemann mit der Mannheimer Yogalehrerin Birgitt Held aus Perspektive der Yogaphilosophie über die Balance von sukha und sthira, Begriffe, die im Yoga für Leichtigkeit und Stabilität stehen.Anschließend folgt die von Held angeleitete Yogastunde auf der Terrasse der Freunde mit Blick auf den Wasserturm.Gunter Frentzels statische Arbeitsweise hat zur Folge, dass sich seine Plastiken stets in einem Spannungszustand befinden und jederzeit auseinanderspringen können, sobald der Gleichgewichtszustand gestört wird. In ihrer radikalen Einfachheit nähern sich seine Skulpturen der Minimal Art an. Die Balance faszinierte den Künstler, aber auch die Tatsache, dass alle Werke problemlos an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden können.Ähnlich sieht es beim Yoga aus, der Sport trainiert Körper und Geist und ist zudem jederzeit und überall praktizierbar – sogar in der Kunsthalle.AUF EINEN BLICKProgrammPlus:Samstag, 25.01.2020, 10 UhrYoga in der KunsthalleGespräch zum Werk von Gunter Frentzel und Yoga mit Birgitt HeldBitte bringen Sie ihre Yogamatte mit.Kosten: 15 € zzgl. Eintritt

Die Sonderausstellung „Inspiration Matisse“ in der Kunsthalle Mannheim steuert auf ihr letztes Wochenende zu.„Matisse, wie er malte und lebte - ein schöner Überblick über das malerische Werk mit den Querverbindungen zu Vorbildern und Zeitgenossen. Danke!“, so eine Besucherin im Gästebuch der Kunsthalle Mannheim.  Mehrere Tausend Besucher ließen sich bereits von der Sonderausstellung „Inspiration Matisse“ begeistern. Doch am kommenden Sonntag, 19.01., ist es Zeit, Abschied von der erfolgreichen Schau zu nehmen. Das Abschlusswochenende bietet mit mehreren Überblicksführungen die letzte Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen und wird wohl auch an diesen Tagen wieder für Schlangen im Atrium der Kunsthalle sorgen.Anlässlich des 150. Geburtstag des am 31. Dezember 1869 geborenen Malers, Bildhauers und Grafikers Henri Matisse würdigt die Kunsthalle Mannheim in der großen Sonderausstellung „Inspiration Matisse“ (27.09.19-19.01.20) den Maler und Bildhauer als einen der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Als „Künstler für Künstler“ setzte er neue Maßstäbe, überraschte und eckte zugleich mit seiner unkonventionellen Malerei an. Die Kunsthalle Mannheim präsentiert mit über 135 Gemälden, Plastiken, Keramiken und Grafiken, von denen etwa die Hälfte von Matisse selbst stammt, sein Oeuvre, zugleich jedoch auch sein Einwirken auf die Kunstwelt des 20. Jahrhunderts.Mehrere Führungen, sowie ein Rundgang mit Kurator Dr. Peter Kropmanns bilden bis zum Sonntag den Ausklang der Schau.

„Wenn alle (…) Beziehung der Farbtöne gefunden sind, so muss sich daraus einlebendiger Akkord von Farben ergeben, eine Harmonie analog der einermusikalischen Komposition“ schreibt Henri Matisse in seinen Notizen einesMalers im Jahre 1908.Matisse, der als „Künstler für Künstler“ vieleZeitgenossen inspirierte, war auch selbst offen für Eindrücke aus anderenBereichen, wie etwa der Literatur oder der Musik. Im Rahmen der großenSonderausstellung „Inspiration Matisse“ präsentiert die Kunsthalle Mannheim amMittwoch, den 10.1., um 19 Uhr, im Konzert „Live im Atrium: Inspiriert vonRussland“ musikalische Inspirationsquellen des Meisters der Moderne.Musiker*innen der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz stellen andem Abend Streichquartette des russischen Komponisten DmitriSchostakowitsch dem 4. Quartett von Joseph Haydn gegenüber. In derKonzertpause haben die Besucher*innen zudem die Gelegenheit dieAusstellung zu besuchen, um das Gehörte in den Werken des französischenMalers zu entdecken.Zum 150. Geburtstag des am 31. Dezember 1869 geborenen Malers, Bildhauersund Grafikers würdigt die große Ausstellung „Inspiration Matisse“ (27.09.19-19.01.20) in der Kunsthalle Mannheim den Maler und Bildhauer als einen dereinflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts – mit über 135 Gemälden,Plastiken, Keramiken und Grafiken von ihm, aber auch von deutschenExpressionisten und Schülern der Académie Matisse, die sich von seiner Kunstzu eigenen Innovationen inspirieren ließen.Auch nicht verpassen!Adieu Monsieur Matisse! Zum Abschluss der Ausstellung lädt die Kunsthallezum Podiumsgespräch mit dem Kurator Dr. Peter Kropmanns und Dr. PhilippKuhn am 15.01. um 19.30 Uhr ein. Beide Forscher werfen hier einen detailliertenBlick auf das Schaffen von Hans Purrmann, einem deutschen Schüler undengen Freund von Henri Matisse.ÜBERSICHTFreitag, 10.01.20, 19 UhrLive im Atrium: Inspiriert von Russland. Konzert mit Mitgliedern derDeutschen Staatsphilharmonie Rheinland-PfalzModeration: Beat Fehlmann, Intendant der Deutschen Staatsphilharmonie undDörte Ilsabe Dennemann, Programmkuratorin Kunsthalle Mannheim.Programm:Dmitri Schostakowitsch, Streichquartett Nr. 1 C-Dur, op. 49Dmitri Schostakowitsch, Streichquartett Nr. 10 As-Dur, op. 116Joseph Haydn, Streichquartett B-Dur, op. 76 Nr. 4 „Der Sonnenaufgang“Ticket: 24 € inklusive Eintritt in die Sonderausstellung "Inspiration Matisse"Mittwoch, 15.01.20, 19.30 UhrProgrammPlus: Paris, Berlin, Florenz – von der Académie Matisse zur VillaRomana, Hans Purrmann als Mittler der KunstPodiumsgespräch mit Dr. Peter Kropmanns (Paris), Kurator der Ausstellung"Inspiration Matisse", und Dr. Philipp Kuhn (Baden-Baden), Autor derNeuerscheinung "Refugium Villa Romana. Hans Purrmann in Florenz 1935–1943" (Deutscher Kunstverlag, 2019) und dem PublikumModeration: Maria Leitmeyer, Kustodin des Purrmann-Haus SpeyerTicket: 5 €Längere ÖffnungszeitenDienstag – Sonntag & Feiertage 10 - 20 Uhr (außer 10.01.2020: 10 – 18 Uhr)1. Mittwoch im Monat 10 - 22 UhrMontag geschlossen

150 Jahre Inspiration: Am Silvestertag 1869 wurde der französische Künstler Henri Matisse im nordfranzösischen Le Cateau-Cambrésis geboren. Zu diesem feierlichen Anlass widmet ihm die Kunsthalle Mannheim eine Ausstellung, die nicht nur seinen eigenen Werdegang zum Meister der Moderne in Frankreich beleuchtet, sondern ihn auch mit seinen fauvistischen Weggefährten, seinen deutschen Schülern und in seiner Affinität zur deutschen Avantgarde des beginnenden 20. Jahrhunderts reflektiert.Matisse, der als „Künstler für Künstler“ viele Zeitgenossen inspirierte, war auch selbst stets offen für Eindrücke aus anderen Bereichen, wie etwa der Literatur oder der Musik seiner Zeit. Allein und mit seiner Familie musizierte er selbst, schuf Bühnenbilder für verschiedene Operninszenierungen und rezipierte die Musik u.a. der russischen Komponisten. Dabei zog er auch Vergleiche zwischen beiden Sphären: „Wenn alle (…) Beziehung der Farbtöne gefunden sind, so muss sich daraus ein lebendiger Akkord von Farben ergeben, eine Harmonie analog der einer musikalischen Komposition“ schreibt er in seinen Notizen eines Malers im Jahre 1908.Anlässlich seines Geburtstags öffnet die Kunsthalle Mannheim den künstlerischen Diskurs ebenfalls um eine musikalische Komponente und lädt zu einem Konzert am 10.01.2020 um 19 Uhr ein: Zusammen mit Musiker*innen der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz gibt das Konzert Einblick in die Inspirationsquellen des französischen Meisters der Moderne - mit Gelegenheit zum Ausstellungsbesuch in der Konzertpause. Mit Yi-Qiong Pan, Violine 1, Konstantin Bosch, Violine 2, Barbara Giepner, Viola, Florian Barak, Violoncello.Die Tickets sind auf der Homepage der Kunsthalle für 24€ zu erwerben und eignen sich mit dem inkludierten Eintritt in die Ausstellung hervorragend als Weihnachtsgeschenk für alle Kunst – und Musikfreunde.Adieu Monsieur Matisse! Zum Abschluss der Ausstellung lädt die Kunsthalle Mannheim zum Podiumsgespräch mit dem Kurator Dr. Peter Kropmanns und Dr. Philipp Kuhn am 15.01.2020 um 19.30 Uhr ein. Beide Forscher werfen hier einen detaillierten Blick auf das Schaffen von Hans Purrmann, einem deutschen Schüler und engen Freund von Henri Matisse. Neben der künstlerischen Karriere in Paris und Berlin leitete der aus Speyer stammende Künstler Hans Purrmann acht Jahre lang das Künstlerhaus Villa Romana in Florenz.Für alle, die bis dahin noch nicht die Gelegenheit hatten, die Ausstellung zu besuchen, wird „Inspiration Matisse“ ab dem 26.12.2019 bis einschließlich 19.01.2020 abends länger geöffnet sein:Dienstag – Sonntag & Feiertage 10 - 20 Uhr (außer 10.01.2020: 10 – 18 Uhr)1. Mittwoch im Monat 10 - 22 UhrSonderschließzeiten: 23./24.12. und 30./31.12. 2019Montag geschlossenFreitag, 10.01.2020, 19.00 UhrLive im Atrium: Inspiriert von Russland. Konzert mit Mitgliedern der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Werke von Schostakowitsch u.a.Moderation: Beat Fehlmann, Intendant der Deutschen Staatsphilharmonie und Dörte Ilsabe Dennemann, Programmkuratorin Kunsthalle Mannheim.Dmitri Schostakowitsch, Streichquartett Nr. 1 C-Dur, op. 49Dmitri Schostakowitsch, Streichquartett Nr. 10 As-Dur, op. 116Joseph Haydn, Streichquartett B-Dur, op. 76 Nr. 4 „Der Sonnenaufgang“Mit Gelegenheit zum Ausstellungsbesuch in der Konzertpause.Ticket: 24 € inklusive Eintritt in die Sonderausstellung "Inspiration Matisse"Weitere Informationen (Gespräch mit Beat Fehlmann) finden Sie im Trailer zur Veranstaltung unter folgendem Link: https://vimeo.com/377751533Mittwoch, 15.01.2020, 19:30 UhrProgrammPlus: Paris, Berlin, Florenz – von der Académie Matisse zur Villa RomanaHans Purrmann als Mittler der KunstPodiumsgespräch mit Dr. Peter Kropmanns (Paris), Kurator der Ausstellung "Inspiration Matisse", und Dr. Philipp Kuhn (Baden-Baden), Autor der Neuerscheinung "Refugium Villa Romana. Hans Purrmann in Florenz 1935–1943" (Deutscher Kunstverlag, 2019) und dem PublikumTicket: 5 €

Ab dem 25.12.2019 bis zum Ende der Sonderausstellung „Inspiration Matisse“ am 19.01.2020 verlängert die Kunsthalle Mannheim ihre Öffnungszeiten täglich bis um 20 Uhr.Ausgenommen sind lediglich der 10.01.2020, an dem die Kunsthalle bis um 18 Uhr ihre Türen öffnet, sowie Montage, an denen das Haus geschlossen bleibt. Mit den Formaten „Kunstgespräch für Ausgeschlafene“ und „Kunstgespräch für Neugierige“ lässt sich die Ausstellung ganz entspannt auch unter der Woche besichtigen.Immer donnerstagvormittags um 10.30 Uhr findet ein „Kunstgespräch für Ausgeschlafene“ zu Sonderausstellungen oder Sammlungspräsentationen statt.Jeden Mittwochabend um 18.30 Uhr wird ein ausgewählter thematischer Schwerpunkt beim „Kunstgespräch für Neugierige“ besprochen.Der gemeinsame Rundgang bietet die Möglichkeit, eigene Meinungen oder Sichtweisen einzubringen und mit anderen Kunstinteressierten ins Gespräch kommen. Die Führungen kosten jeweils 4 € zuzüglich Eintritt. Zwei ausgewählte Veranstaltungen in der Vorweihnachtszeit: Kunstgespräch für Neugierige: Mittwoch, 18.12.2019, 18.30 Uhr100 Jahre Bauhaus - Meister. Paul Klee, Wassily Kandinsky und Oskar Schlemmer1919 gründete der Architekt Walter Gropius (1883 -1969) in Weimar mit dem „Bauhaus“ eine moderne Schule der Kunst. Er fasste den revolutionären Entschluss, sich dem Lehrplan der Kunstakademien zu widersetzen und seine Schule zu einem Ort zu machen, an dem Kunst und Handwerk nicht getrennt wurden. Für sein Projekt gewann Gropiusnamhafte Maler wie Paul Klee, Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger und Laszlo Moholy-Nagy, die er als Lehrer ans Bauhaus holte. Die Führung wird sich mit den Arbeiten dieser Künstler beschäftigen, in denen sich die Grundideen des Bauhauses widerspiegeln und die zugleich den Weg für eine neue Auffassung von Malerei und Bildhauerei geebnet haben.Kuratorenführung mit Jennifer Meiser: Donnerstag, 19.12.2019, 10.30 UhrLiebe, Alltag, Akrobaten. Französische Graphik um 1900Als Ergänzung zur Sonderausstellung „Inspiration Matisse“ zeigt die Kunsthalle Mannheim um 1900 entstandene Graphiken französischer Künstler aus der eigenen Sammlung. Präsentiert werden u.a. Blätter von Henri Matisse, Maurice Denis, Henri de Toulouse-Lautrec, Émile Bernard, Pierre Bonnard, Édouard Vuillard und Georges Rouault. Leitmotive der Ausstellung sind Liebe, Alltag und Akrobaten, die in der Kuratorenführung mit Jennifer Meister intensiv beleuchtet werden.Öffnungszeiten zu Weihnachten und Silvester im Überblick: Vom 26.12.2019 bis einschließlich 19.01.2020:Dienstag – Sonntag & Feiertage 10 - 20 UhrMontag geschlossenMontag, 23.12.2019 geschlossenDienstag, 24.12.2019 geschlossenMittwoch, 25.12.2019 10-20 UhrDonnerstag, 26.12.2019 10-20 UhrMontag, 30.12.2019 geschlossenDienstag, 31.12.2019 geschlossenMittwoch, 01.01.2020 10-22 Uhr, ab 18 Uhr MVV-KunstabendFreitag, 10.01.2020 10 – 18 Uhr

Vortrag von Dr. Ina-Ewers-Schultz (Köln) am 11.12. um 19.30 Uhr Von der konservativen Kunstkritik wurden sie als „Malweiber“ abgestempelt und auch die staatliche Ausbildung wurde ihnen verwehrt: Anfang des letzten Jahrhunderts war es Künstlerinnen nicht gestattet, sich an den Kunstakademien des Deutschen Kaiserreichs für ein Studium einzuschreiben. Voller Tatendrang zog es sie daher häufig in die Kunstmetropole Paris, um dort gleichberechtigt mit Männern in privaten Akademien Kunst zu studieren. Die französische Hauptstadt war somit nicht nur das Zentrum der männlichen Avantgarde, sondern auch ein Ort künstlerischer Entfaltung zahlreicher namhafter Malerinnen und Bildhauerinnen.Auch Henri Matisse unterrichtete begabte Frauen von 1908 bis 1910 in seiner eigenen Kunstschule, der Académie Matisse, welche sich am Boulevard des Invalides in Paris befand und im Wohnhaus sowie Atelier des Künstlers untergebracht war. Deutsche Künstlerinnen wie Margarethe Moll oder Mathilde Vollmoeller wurden dort mit ihrem männlichen Kollegen in gemeinsamen Klassen unterrichtet – zur damaligen Zeit alles andere als selbstverständlich. Von Paris aus bestimmten mehrere Matisse-Schülerinnen das Kunstgeschehen ihrer Zeit aktiv mit, so stellte die Malerin Mathilde Vollmoeller zahlreiche Bilder aus, z.B. im Salon des Indepéndants (1907, 1908, 1911) und im Salon d’Automne (1907, 1908), den vieldiskutierten Foren der Avantgarde.In ihrem Vortrag am 11.12.2019 in der Kunsthalle Mannheim beleuchtet die Kunsthistorikerin und Katalogautorin Dr. Ina-Ewers-Schultz die Situation von Künstlerinnen um 1900 sowie das System der privaten Malschulen mit besonderen Lehrern wie Henri Matisse.Mittwoch, 11.12.2019. 19.30 UhrLabor für WeitsichtDie Académie Matisse – ein besonderer Ort für KünstlerinnenVortrag von Dr. Ina Ewers-Schultz, KölnProgrammPlus zu „Inspiration Matisse“Ticket: 5 €Eine Veranstaltung des ProgrammPlus der Kunsthalle MannheimPartner ProgrammPlus: Artima

Auf der Terrasse der Freunde in der Kunsthalle Mannheim leuchten die Worte „Ort, Teile, Einheit, Kontext, Bedeutung, Geschichte“ in industriell gefertigter Neonschrift an der Wand. Die gewählten Begriffe in der Lichtinstallation „Sechs Teile, lokalisiert“ von Joseph Kosuth stehen selbstständig für sich, verstärken sich jedoch gleichzeitig im Miteinander zu einer sich ergänzenden Einheit. Zudem nehmen sie Bezug auf den Ort, den sie einnehmen und definieren ihn durch ihre sprachliche Bedeutung.Joseph Kosuth zählt zu den bedeutendsten Künstlern der amerikanischen Strömung der Konzeptkunst, die sich in den 1960er Jahren entwickelt und die Entwicklung einer autonomen Kunst zum Ziel hat. Einer Kunst, die nicht mehr vorrangig durch die handwerkliche Fertigung oder ästhetische Erscheinung wirken soll, sondern dem Betrachter vor allem die dem Werk zugrunde liegende Idee vermittelt.Doch wie teilt sich dieses Konzept mit? Wie kann es für den Betrachter sinnlich wahrnehmbar werden, wenn nicht durch seine konkrete Gestaltung?Kosuth stellt fest, dass sich Kunst häufig über das Medium der Sprache artikuliert und beschließt, diese als ihren unmittelbaren Ausdruck zu verwenden. Auf diese Weise wird die Sprache in seinem Werk selbst zur Kunst erhoben – unabhängig und aussagekräftig.Nach einer Einführung in Joseph Kosuths Werk spricht Dörte Ilsabe Dennemann (Programmkuratorin) mit der Mannheimer Yogalehrerin Birgitt Held über Aspekte der (Konzept-) Kunst aus Perspektive der Yogaphilosophie. Dies bietet den Einstieg in die von Kosuths Werk inspirierte Meditation, angeleitet von Birgitt Held, und anschließender Yogapraxis auf der Terrasse der Freunde.Partner ProgrammPlus: ArtimaProgrammPlus:Samstag, 07.12.2019, 10 UhrYoga in der Kunsthalle Bitte bringen Sie Ihre Yogamatte mit.Ticket: 15 € https://shop.kuma.art/#/product/event/218?date=2019-12-07&date_id=4565 Verlängerte Öffnungszeiten vom 26.12.2019 bis 19.01.2020 Dienstag – Sonntag & Feiertage 10 - 20 UhrMittwoch 10 - 20 Uhr1. Mittwoch im Monat 10 - 22 UhrSonderschließzeiten: 23./24.12. und 30./31.12. 2019Montag geschlossen

„Der König der Wilden“, Henri Matisse, eckte mit seiner rohen, farbenfrohen und vor allen Dingen unkonventionellen Malweise an und prägte die Stilrichtung des Fauvismus.   Seine Malweise zog auch in Deutschland ihre Kreise: Die Bildwelt von Matisse wurde bereits ab 1908 von Dresdner "Brücke"-Künstlern, wie Kirchner und Pechstein, aber auch von anderen Mitgliedern der deutschen Avantgarde, wie Jawlensky, Münter und Macke, auf deutschen Ausstellungen wahrgenommen. Andere deutsche Künstler*innen, wie Oskar und Margarethe Moll, Rudolf Levy, Hans Purrmann und Mathilde Vollmoeller, besuchten wiederum als Schüler*innen die Académie Matisse und standen so in persönlichem Kontakt mit dem französischen Künstler und Mentor.Am 27.11. stellt der Kurator Dr. Peter Kropmanns seine Rechercheergebnisse zum Einfluss Henri Matisse‘ auf das Schaffen deutscher Künstler vor.Der Kunsthistoriker ist als freier Autor und Ausstellungskurator in Paris tätig und beschäftigt sich mit der Klassischen Moderne in der französischen und deutschen Kunstwelt. Im Anschluss an sein Studium der Kunstgeschichte und Romanistik promovierte er mit einer Arbeit über Henri Matisse und stand der Kunsthalle Mannheim bei der Realisierung der großen Sonderausstellung „Inspiration Matisse“ zur Seite.Das Thema der „Académie Matisse“ vertiefend beleuchtet die Kunsthistorikerin und Autorin Dr. Ina Ewers-Schultz am 11.12.2019 um 19.30 Uhr in einem Vortrag speziell die Situation von Künstlerinnern um 1900. Von der Kunstkritik oft als „Malweiber“ abgestempelt und nicht zum Studium an den Kunstakademien des Deutschen Kaiserreichs zugelassen, boten ihnen häufig private Malschulen bessere Ausbildungsmöglichkeiten - so auch die „Académie Matisse“ mit einem besonders prominenten Lehrer.

Bereits zu seinen Lebzeiten kam kaum ein Künstler an dem unkonventionellen, mutigen und farbenreichen Werk von Henri Matisse vorbei. Der „Künstler für Künstler“ inspirierte zahlreiche Zeitgenossen in ihrem eigenen Schaffen – auch weit über französische Grenzen hinaus.Doch wie steht es mit künstlerischer Inspiration in unserer heutigen Zeit? Welche Einflüsse sind in der Gegenwartskunst wahrnehmbar und welche Künstler*innennetzwerke spielen heute eine Rolle? Lassen sich zeitgenössische Künstler*innen vielleicht noch immer von Henri Matisse inspirieren?Diese und weitere Fragen zu heutigen Einflüssen in der Kunstwelt werden am 6. November in der „Bar der Gegenwart“ der Kunsthalle Mannheim diskutiert. In dieser Veranstaltungsreihe wird bei einem Drink mit lokalen wie internationalen Künstler*innen, Macher*innen und Denker*innen diskutiert, wie Kunst das Leben bestimmt und uns inspirieren kann, anders auf unsere täglichen Fragen zu blicken. Während der Sonderausstellung „Inspiration Matisse“ werden Expert*innen aus dem Bereich deutsch-französischer Kulturpolitik eingeladen in der Kunsthalle über ihre Erfahrungen und Beobachtungen zu inspirierenden Künstler*innen in der heutigen französischen und europäischen Kultur zu reflektieren.Am 6.11. blicken wir im Gespräch mit der französischen Kuratorin Marianne Derrien und Eva-Maria Schütz, kuratorische Assistentin der Ausstellung „Inspiration Matisse“ auf die Rolle Henri Matisse' in der heutigen französischen und europäischen Kunst und Kultur. Marianne Derrien ist freiberufliche Kuratorin, Kunstkritikerin und Lehrerin. Nach ihrer Tätigkeit als Projektleiterin im Ausstellungsbereich an der Académie de France in Rom – Villa Médicis arbeitet sie heute als Kuratorin mit unabhängigen Institutionen und Räumlichkeiten in Frankreich (Mrac Sérignan, La Halle des bouchers, Cité internationale des arts, Musée Picasso, La Générale en Manufacture, Le Wonder...) und im Ausland (Mudam in Luxemburg, Unosunove in Rom, Wooyang Museum in Südkorea, Plataforma Revolver in Lissabon, The Pill in Istanbul etc.) zusammen. Derrien lehrt an der École des Arts de la Sorbonne und an der Universität Paris 8 Kunsttheorie und Kuratorische Praktiken.Dieses Jahr war sie Preisträgerin des Institut français Programms „Jeunes commissaires" für die Ausstellung „Some of Us, ein Überblick über die französische Kunstszene" der Nordart (Büdelsdorf) mit mehr als 100 Künstler*innen. Derrien lebt und arbeitet in Paris.Das ProgrammPlus nimmt mit dieser Reihe aktuelle Themen der Ausstellungen in der Kunsthalle Mannheim auf und öffnet sich neuen, interessierten Besuchern, um dem Ziel „Kunst für alle“ näher zu kommen. In inspirierender Atmosphäre wird so ein neuer Zugang zur Gegenwart hergestellt und die Relevanz von Kunst für unser alltägliches Leben neu erfahrbar gemacht.ProgrammPlus:Bar der Gegenwart:Inspiriert von Matisse? Zeitgenössische Kunst & Kultur in Frankreich heute Mittwoch, 06.11.2019, 19.30 UhrModeration Dörte Ilsabe Dennemann, ProgrammkuratorinKosten: 5 €

Der in Berlin arbeitende John Bock zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Video- und Performancekünstlern und begeistert sein Publikum mit oft absurd komischen Werken. Unter dem Titel „John Bock. AuraAroma Ω-Beule“ präsentiert die Kunsthalle seine Werke „LiquiditätsAuraAromaPortfolio“ (1998) und „Summenmutation“ (2013) in einer neu aufbereiteten Raum-in-Raum-Installation.Der Künstler Gustav Seitz gehört noch einer anderen Generation an und ist als einer der ausdrucksstärksten deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit bekannt. Zu seinem 50. Todestag wird er in der Kunsthalle Mannheim mit einer Ausstellung mit besonderem Bezug auf sein skulpturales Werk geehrt. „Gustav Seitz. Leib und Seele“ zeigt Werke aus der Mannheimer Sammlung sowie Leihgaben rund um die thematischen Schwerpunkte Liebe, Idole, Körper und Porträt. Als Ergänzung zur großen Sonderausstellung „Inspiration Matisse“ präsentiert „Liebe, Alltag, Akrobaten. Graphik um 1900“ Papierarbeiten aus der Graphischen Sammlung. Ausgestellt werden Blätter von Henri Matisse, Henri de Toulouse-Lautrec, Émile Bernard, Pierre Bonnard u.a., die Einblicke in das pulsierende Leben des Paris der Jahrhundertwende gewähren. Zur Pressekonferenz laden wir alle Pressevertreter*innen herzlich ein.Wann:            Mittwoch, 23.10.2019, um 11 UhrWo:                 Kunsthalle Mannheim, Alte Bibliothek, Eingang: Friedrichsplatz 4. Es sprechen Johan Holten, Direktor der Kunsthalle Mannheim sowie die Kurator*innen Dr. Sebastian Baden und Jennifer Meiser. Im Anschluss an die Pressekonferenz besteht die Option für O-Töne und die Möglichkeit, die Ausstellungen zu besichtigen.